Archive for Juli, 2017

Missklänge

Sonntag, Juli 30th, 2017

Streit kann wie ein Gewitter wirken und die Luft reinigen. Manchmal endet er jedoch in erbitterte Abneigung. Man macht sich gegenseitig das Leben schwer. Es beschränkt sich nicht auf Familien oder Nachbarschaften, sondern findet auch im öffentlichen Leben statt. Wie seit einiger Zeit auf den Musikbühnen Ostfriesland.

Nach außen sieht es ja ganz toll aus: Das kleine Land der Ostfriesen wartet seit einigen Jahren mit zwei prächtigen Festivals für klassische Musik auf – dem Musikalischen Sommer und den Gezeitenkonzerten. Wochenlang. Talentierter Nachwuchs sowie national und international ausgewiesene Musiker begeistern in Dutzenden Konzerten das Publikum. In Kirchen, Burgen, Konzertsälen, gar im VW-Werk Emden oder im „Polderhof“ in Bunderhee.

Aber hinter den Fassaden klingt die Musik schrill. Zwei Festivals zur selben Zeit überfordern die kleine Region. Sie kannibalisieren sich gegenseitig. Nicht alle Konzerte sind ausverkauft.

Um es zu verstehen, ein Blick zurück. Seit 1983 gibt es den Musikalischen Sommer in Ostfriesland, gegründet und künstlerisch geleitet von Wolfram König in Aurich, heute Wien, dem „Oberhaupt“ einer Musikerfamilie. Der Musikalische Sommer gedeiht im Laufe der Jahre zu einem internationalen Festival für klassische Musik.

2008 schließen König und die Ostfriesische Landschaft einen Vertrag zur Zusammenarbeit, um das Festival auf stabilere Füße zu stellen. König kümmert sich um die Kunst, die Landschaft um die Organisation. Aber das Glück dauert nur wenige Jahre. 2011 kommt es zum erbitterten Streit um Geld und Kompetenzen, der vor Land- und Oberlandesgerichten ausgefochten wird.

Das Ende dieses Liedes: Familie König macht allein weiter mit ihrem Musikalischen Sommer, die Landschaft gründet die Gezeitenkonzerte. Die wichtigsten Sponsoren unterstützen die Gezeitenkonzerte. Die Frage liegt auf der Hand, ob die Familie König den finanziellen Kraftakt auf Dauer durchsteht. Iwan König – Sohn des Gründers, Pianist und heutiger künstlerischer Leiter – appelliert bei den Konzerten sehr deutlich an potenzielle Spender, die Taschen zu öffnen.

Er scheut sich dabei nicht, die Landschaft und im selben Atemzug auch Kommunalpolitiker heftig zu attackieren. So wirft er der Landschaft vor, Terminabsprachen zu verweigern. Und nennt zwei Beispiele, die in der Tat unter Leuten, die miteinander reden, so nie vorkommen würden: Am 1. Juli fanden in Emden zur selben Stunde ein Gezeitenkonzert im VW-Werk und ein Sommerkonzert in der Neuen Kirche statt. Beide mit hochrangigen Künstlern. König ärgerte sich mächtig, dass die Kirche längst nicht voll war.

Und an diesem Sonntag erneut eine Doppelung in Emden: Das Abschlusskonzert des Musikalischen Sommers steigt in der Johannes-a-Lasco-Bibliothek, die Landschaft lädt zum Konzert in die Neue Kirche.

Iwan König schmälerte am 1. Juli  mit seiner völlig unangemessenen Tirade gegen Landschaft und Politik den Genuss zumindest eines Teils des Publikums. Nicht alle applaudierten. Wer geht schon ins Konzert, um politischen Streit zu hören? Wobei König in der Sache nicht falsch liegt. Seine Art und Ausdrucksweise deuten jedoch darauf hin, dass mit ihm nicht gut Kirschen essen ist. Auch deshalb dürfte das Tischtuch zwischen den Kontrahenten kaum wieder zu flicken sein. Schade. Es könnte alles so schön sein.

 

 

Tullum

Samstag, Juli 22nd, 2017

Alle nannten ihn Tullum. Von Kind an. Warum oder woher der Name stammt, wusste nicht mal er selbst. Er machte den Namen zur Marke, seine E-Mail-Adresse vor dem @ lautete schlicht „tullum“. Und nicht Roelf Trauernicht, wie er ausweislich hieß. Morgen wäre er 93 geworden. Übermorgen wird er in seiner Heimatgemeinde Großefehn beerdigt.

Ostfriesland hat nach dem Zweiten Weltkrieg einige überragende Unternehmer hervorgebracht. Zu ihnen zählt Tullum. Nicht wenige setzen ihn sogar an die Spitze,  wofür es gute Gründe gibt. Er baute fast aus dem Nichts ein überregional erfolgreiches Baustoff-Imperium auf. 1949 legte er los mit der Firma Trauco, heute eine AG, in dritter Generation in der Familie. Seinen Weitblick bewies er, als er 65 Baustoffhändler im Einkaufs- und Vertriebsverbund Nowebau unter einen Hut brachte.

Tullum war mehr als ein erfolgreicher Unternehmer. Er beschränkte sich nicht auf Umsätze und Gewinne, für die er zweifellos ein goldenes Händchen hatte. Nein, er suchte auch die Öffentlichkeit. Gemeinderat, Kreistag, Industrie- und Handelskammer – darin bewegte er sich mit Leidenschaft.

Viele Unternehmer verachten Politik, werfen ihr vor, nicht schnell genug, falsch oder überhaupt nicht zu handeln. Tullum jedoch scheute nicht die Mühe, in der Politik harte Bretter zu bohren. Er wusste, dass es oft einfacher ist, in der eigenen Firma eine Entscheidung umzusetzen als in der Politik eine Mehrheit  zu schaffen.

Tullum besaß eine Gabe, die nur wenigen  Menschen in die Wiege gelegt wird: Charisma. Er hatte dieses gewisse Etwas, strahlte Vertrauenswürdigkeit  aus, vermittelte Optimismus, war charmant – das alles gepaart mit Überzeugungskraft und Durchsetzungsvermögen. Er war volksnah, ohne sich anzubiedern, mochte Menschen, war ein begnadeter Netzwerker, kannte tausend Leute, auch die richtigen und wichtigen. Seine äußere Erscheinung kam ihm zu Gute: An die zwei Meter groß, ein Kerl wie ein Baum. So einem sehen auch hochrangige Personen nach, wenn er sie ohne Umstände duzt.

Nur einem Typen wie Tullum konnte der Geniestreich mit dem Lückenschluss der Autobahn 31 gelingen, die ohne ihn vielleicht heute noch nicht fertig wäre. Es war seine Idee, mit der er ganz Ostfriesland, das Emsland, die Landes- und die  Bundesregierung für eine damals einzigartige Idee begeisterte: Die Region finanziert eine Autobahn.

Der Ausbau stockte in den 90er Jahren, weil nach der Wiedervereinigung viel Geld in den Osten und in die Weltausstellung Expo 2000 in Hannover floss. Für den Lückenschluss Geeste – Ochtrup-Nord, 30 Kilometer, fehlten 135 Millionen Mark. Genau gesagt: Die Zinsen, die dem Bund bei der Finanzierung der Baukosten von einer halben Milliarde ersetzt werden mussten.

Tullum entfachte, gegen anfänglich starke Bedenken, eine riesige Bürgerinitiative. Er spendete eine Viertelmillion aus eigener Tasche und – was viele nicht für möglich hielten -, leierte der regionalen Wirtschaft 21 Millionen Mark aus den Rippen. 114 Millionen steuerten Gemeinden, Landkreise und sogar niederländische Nachbarprovinzen bei – nicht selbstverständlich, weil Autobahnbau nicht zu ihren Aufgaben zählt.

Statt 2015, wie der Bund geplant hatte, war die Autobahn schon 2004 fertig. Tullum war der geistige Vater und Motor. Dafür kann Ostfriesland ihm ewig danken.

 

 

 

Daten brauchen Breitband

Sonntag, Juli 16th, 2017

Es ist erst wenige Jahre her, da sagte unsere Kanzlerin in einer Pressekonferenz einen Satz, der ihr bis heute nachhängt: „Das Internet ist für uns alle Neuland.“ Wenn schon eine Physikerin wie Frau Merkel mit dem Internet fremdelt, ist es kein Wunder, dass Deutschland beim Breitband-Ausbau hinterher hinkt.

Der Präsident des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes, Marco Trips aus Sehnde, flüchtete sich in Sarkasmus, als er jetzt einen Hilferuf ausstieß: „Nur beim langsamen Internet sind wir weltweit vorn dabei.“ Damit endlich Bewegung in die Sache kommt, verlangt er ein Grundrecht auf schnelles Internet. Der promovierte Jurist weiß natürlich, dass er damit übertreibt.

Aber in der Sache hat er Recht. Selbst Staaten wie Südkorea oder Vietnam sind besser ausgerüstet. Und während bei uns Hotels oder Restaurants noch damit werben, einen W-Lan-Anschluss zu haben, ist das in anderen Ländern längst nicht mehr der Rede wert. Das wäre so, als wenn sie auf fließend Wasser im Badezimmer hinweisen würden.

Trips jedenfalls hat die Nase voll von „Schönwetterreden und Kleinklein-Projekten“. Er fordert einen Masterplan des Bundes und einen flächendeckenden Breitbandausbau mit Glasfasertechnologie.

Wie sieht es mit dem schnellen Internet im Landkreis Leer aus? Zwar gibt es noch einiges zu tun, aber der Kreistag hat viel Geld bewilligt und geht mit finanzieller Hilfe des Bundes systematisch vor, nutzt alle Förderprogramme. Das Kreishaus setzt auf Glasfaser. Schwerpunkte sind Gewerbegebiete, Schulen und Telemedizin. Es ist  Bewegung in der Sache, das Ziel ist ambitioniert: Der Eintritt ins Gigabit-Zeitalter. Grundlage ist ein starkes Breitbandnetz.

Der Region zu Gute kommt, dass auch die EWE Millionen in die Hand nimmt, und – ganz neu –  dass EWE und Telekom sich ihre Glasfasernetze gegenseitig zur Verfügung stellen wollen. Der Netzausbau ist Sache der Netzbetreiber. Der Staat soll nur dort aktiv werden, wo sich ein Ausbau wirtschaftlich nicht rentiert. Grundsätzlich ist der digitale Wandel eine zentrale Aufgabe der Unternehmen selbst, aber auch der Wirtschaftspolitik, der Landkreise und Kommunen.

Die Digitalisierung ist in alle Branchen eingezogen – nur wird sie noch  nicht in allen Betrieben ernst genommen. Dabei arbeitet Digitalisierung längst im Alltag, nicht nur in Waschmaschinen und Kaffeeautomaten. Der Einzelhandel kurbelt mit E-commerce den Umsatz an – oder jammert über die Konkurrenz des Online-Handels, die Altenpflege setzt Roboter ein, fortschrittliche Handwerker sind auf Online-Marktplätzen zu Hause, moderne Firmen gewinnen neue Kunden über Social-Media-Plattformen oder Landwirte wappnen sich mit elektronischen Geo-Daten gegen Wetter, Erosion oder Schädlinge.

Das Internet der Dinge revolutioniert den privaten Alltag. Das heißt, Daten austauschen zu können über Hausgeräte, Autos oder Handys. Beispiele: Der Kühlschrank ordert neue Butter oder die Heizung wird per Handy angestellt.

Und in der digitalisierten Fabrik denken Maschinen mit. Utopie? Nein, tägliche Praxis. So stehen im Karosseriebau im VW-Werk Emden 1261 Roboter 1200 Mitarbeitern gegenüber. Dort fährt zum Beispiel ein kleiner Zug ohne Fahrer schienenlos durch die Hallen und „redet“  mit den Maschinen. Diese sagen ihm, welche Teile fehlen. Der Zug holt sie dann.

 

Dreist

Montag, Juli 10th, 2017

Eines vorweg: Die EWE wird sich noch als Glücksfall für die Region herausstellen. Strom, Erdgas und Telekommunikation in einer Hand – damit kann der Versorgungskonzern bei der Digitalisierung und der Energiewende einen Grand mit drei Trümpfen spielen.

Leider geht es in der Führung der Aktiengesellschaft drunter und drüber.  Soweit man überhaupt von Führung reden kann, denn von fünf Vorstandsmitgliedern sind nur zwei an Bord. Den anderen sitzt der Staatsanwalt im Nacken. Aber hier ist jetzt keine Rede von den großen Skandalen, sondern vom ganz normalen Alltag.

Erzählt an einem Beispiel, wie dieses renommierte Unternehmen sich viel Mühe gibt, auch  wohlwollende Kunden zu vergraulen. So bietet die EWE bietet den Vertrag „Erdgas fix“ an, der zwei Jahre lang einen stabilen Preis sichert. Ein faires Angebot, mit einem Risiko für beide Seiten.

Es ist in Ordnung, dass die EWE nach Ablauf der Frist den Vertrag gerne verlängern möchte. Sie schickt betroffenen Kunden deshalb einen Brief mit einem Vertragsangebot. Es sieht vor, dass sich der Vertrag automatisch um zwei Jahre verlängert, wenn der Kunde nicht widerspricht. Aber das ist nicht zulässig. Dafür kassierte die EWE erstmals im April eine gerichtliche  Abmahnung. Sie verpflichtete sich daraufhin per Unterlassungserklärung, auf Angebotsschreiben zu verzichten, die ohne ausdrückliche Zustimmung des Kunden eine automatische  Vertragsverlängerung unterstellen.

Doch die EWE hielt sich nicht daran. Sie beschäftigt offensichtlich Schlaumeier, denen erneut erst ein Gericht  das Handwerk legen muss. Wieder verschickte sie Briefe ähnlichen Inhalts. Uns liegt einer aus dem Juni vor. Weil es so hanebüchen ist, zitieren wir daraus im Wortlaut: „Wenn Sie mit diesem neuen Vertragsangebot einverstanden sind, setzen Sie nachfolgend als Zeichen Ihrer Annahme ein Häkchen und heften Sie dieses Schreiben einfach zu den Unterlagen Ihres EWE Erdgas fix.“ Die nächste Zeile beginnt mit einem viereckigen Rahmen für das Häkchen – dann der Satz: „Ich nehme das EWE Erdgas fix Angebot an.“

Weiter geht es so: „Und es bleibt ganz einfach für Sie – eine Rücksendung dieses Schreibens an EWE ist nicht erforderlich. Rechtlich heißt das: EWE verzichtet nach § 151 BGB auf die Rücksendung Ihrer Annahmeerklärung.“ Später heißt es dann noch für den Fall, dass man das Vertragsangebot nicht annehmen will: „Kein Problem. Dann setzen Sie das Häkchen nicht und setzen sich mit uns in Verbindung. Unser Schreiben wäre damit gegenstandslos.“

Der Kunde, grundsätzlich einem Fix-Vertrag nicht abgeneigt, fühlt sich auf den Arm genommen. Ein Häkchen setzen für die Ablage, die spinnen wohl – und schaut sich nach einer Alternative um. Es gibt reichlich Erdgasangebote, zum Teil hunderte Euro billiger im Jahr. Die Kündigung ist fix geschrieben.

Zwei, drei Tage später klingelt das Telefon. Am Apparat die EWE. Mit einem günstigeren Gastarif als im „fix“-Vertrag. Man könne ja noch mal über die Kündigung reden. Der Kunde fühlt sich erneut auf den Arm genommen. Warum kommt die EWE erst nach der Kündigung mit einem besseren Tarif um die Ecke?

Wenig später der Bericht in der Zeitung über die erneute Abmahnung der EWE. Der Kunde stimmt der Verbraucherzentrale uneingeschränkt zu. Sie geißelt das Vertragsangebot der EWE als „dreistes Vorgehen“.

Falsches Bild vom Bauern

Sonntag, Juli 2nd, 2017

Die Bauern leiden an Ansehensverlust bei vielen Menschen. Vor allem, aber nicht nur bei Städtern. Sie kennen die Landwirtschaft von Schreckensbildern im Fernsehen über grobe Tierhaltung oder aus der Milka-Schokoladenwerbung. Die Lila-Kuh. Und Grüne und Bauern sind oft wie Feuer und Wasser.

Natürlich tragen Bauern auch selbst die Verantwortung für ihr Image. Lange waren sie wie ein Block im Deutschen Bauernverband organisiert, der oft rigoroser auftritt als jede Industrie-Gewerkschaft, sich auch nicht scheut, in Brüssel, Berlin oder auch in Leer mit Treckern gelegentlich den Verkehr lahmzulegen. Das schafft nur wenig Freunde bei der Bevölkerung.

Auf dem Bauerntag jüngst in Berlin gab sich die hohe Politik ein Stelldichein. Klare Worte? Nein. So warnte Bundeskanzlerin Merkel einerseits vor einem übertriebenen Preiskampf bei Lebensmitteln, ohne zu vergessen, den Verbrauchern ein Bonbon zu schenken: Es sei „gut, dass sich die allermeisten Menschen in unserem Land ihre Nahrungsmittel leisten können“. Andererseits jedoch dürften niedrige Preise nicht dazu führen, dass die „Produkte zum Schluss überhaupt nicht mehr geschätzt würden“. Was denn nun?

Der Bauernverband forderte für höhere Tierleistungsstandards auch bessere Preise. Doch an wen richtet er die Frage? Ein Preisministerium ist in der Marktwirtschaft nicht vorgesehen.

Die Landwirtschaft strampelt sich erst langsam frei von staatlich-europäischer Lenkung. Das spüren die Milchbauern schmerzlich. Sie erhalten seit drei, vier Jahren zu wenig Geld für ihre Milch von den Molkereien, die wiederum von Lebensmittelkonzernen geknebelt werden. Außerdem ist der Handel mit Russland, China und anderen Ländern eingebrochen.

Seit kurzem steigt der Milchpreis wieder. Bauern brauchen mindestens 38 bis 40 Cent pro Liter – auf Dauer. Darauf warten sie bisher vergeblich und leben von der Substanz. Deshalb werden in nächster Zukunft noch mehr ins Gras beißen. Konkurrenzfähig bleiben  große Betriebe. Sie haben jedoch nicht das beste Image. Kein Wunder, die meisten Landwirtschaftsminister reden gern dem bäuerlichen Familienbetrieb das Wort, ohne genau zu sagen, was sie meinen. Familienbetrieb ist okay, aber nicht mit dem Anschein von vor hundert Jahren.

Der moderne Bauer ist ein mittelständischer Unternehmer, der sich auf dem Weltmarkt bewegt, als Teil einer Agrarindustrie. Trotzdem ist sein Image eher dörflich. Daraus entstehen Missverständnisse.

Ein Bauernhof ist heute stärker digitalisiert als viele Gewerbebetriebe. Das braucht Größe, nur sie hält die Betriebe leistungs- und konkurrenzfähig. Und sorgt für Milch und Milcherzeugnisse mit höchsten Hygienestandards.

Die Milch wird laufend untersucht, jedes Krankheitsanzeichen sofort erkannt. Nur eine gesunde Kuh gibt viel Milch. Außerdem: Um Spitzenleistungen zu bringen, muss sie sich  wohlfühlen – was manche selbst ernannten Tierschützer in einem Großbetrieb für unmöglich halten. Der Bauer hat schon ein wirtschaftliches Interesse, seine Tiere artgerecht zu halten. Und der Verbraucher die Gewissheit, ein gutes Nahrungsmittel zu kaufen. Sauberer war die Milch nie. Und den Preis wird der Markt auch noch einrenken.